Ein Tram bringt Leben in die Stadt! Gute Mobilität und saubere Luft sind Grundbedürfnisse und entscheidend für die Lebensqualität in einer Stadt. Eine Tram ermöglicht eine emissionsarme und schnelle Mobilität für alle, egal ob mit oder ohne Führerschein. Steigen mehr Menschen auf die Tram um, sinken sowohl die Lärmbelastung als auch die Schadstoffbelastung durch Abgase aus dem Straßenverkehr. Um die Trassen herum können auch attraktive Grünflächen entstehen und breite Fuß- und Radwege.

 

Straßenbahn in Kassel

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Eine Tram ist ein emissions­freies Verkehrs­mittel.

 

Eine Straßenbahn leistet einen erheblichen Beitrag zum Erreichen der Lübecker Klimaziele. Als Hansestadt Lübeck möchten wir bis 2040 klimaneutral werden – das ist ambitioniert, aber wichtig und die Tram könnte uns dabei entscheidend voranbringen! Denn nur mit einer Erhöhung der Anzahl der Busse ist der notwendige Fahrgastzuwachs im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht zu erreichen. Laut der Vorlage der Verwaltung zum Verkehrs­entwicklungs­plan liegt der jetzige Modal Split-Anteil (Anteil der zurückgelegten Wege) des ÖPNV bei ca. 12% – für eine erfolgreiche Verkehrswende brauchen wir jedoch um die 20%, lieber mehr! Mit der Einführung eines schienengebundenen Systems in Unterstützung des Busverkehrs kann dieses Ziel gelingen.

Eine Tram punktet durch den Schienen­bonus.

 

Einsteigen, dahingleiten, die Aussicht genießen – und sich wohlfühlen. Die Straßenbahn ist ein attraktives Verkehrsmittelund ein Sympathieträger des ÖPNV. Es gelingt ihr in vielen Fällen Menschen vom Umstieg in den ÖPNV zu überzeugen, die ansonsten weiterhin das eigene Auto nutzen würden: durch viel Platz zum Sitzen, ruckelfreies und im Verhältnis zum Bus leises Fahren.

Dieses Phänomen ist als sogenannter Schienenbonus beschreibbar und schlägt sich deutlich in den Zahlen nieder: Mit einer Tram können, auf gleicher Strecke bei gleicher Taktung, wesentlich mehr Fahrgäste dazugewonnen werden als mit Bussen. In den vergangenen Jahrzehnten ließen sich bei neuen Straßenbahnsystemen bezogen auf das ÖPNV-Gesamtsystem, also inklusive der Busse, Steigerungen von +50 bis +100% verzeichnen. Bei beispielsweise einer neu eingeführten Straßenbahnlinie in Strasbourg stiegen die Fahrgastzahlen von 1991 bis 2006 auf mehr als das Siebenfache!

Als Nachteil von schienengeführten Systemen wird oft die vermeintlich fehlende Flexibilität angeführt. Bei früheren Straßenbahnsystemen wurden zum Teil Einrichtungswagen eingesetzt, die nur mit aufwändigen Wendeschleifen die Fahrtrichtung wechseln konnten. Aber das ist heute anders: Heute könnten durch Lübeck moderne Zweirichtungsfahrzeuge mit Türen auf beiden Seiten und zwei Führerständen fahren, die an Kehrgleisen oder Überleitstellen wenden können. Dies befähigt zu einer flexiblen Reaktion auf Baustellen, Demonstrationen oder andere Verkehrsstörungen.

Straßenbahnen brauchen wesentlich kleinere Seitenabstände als Busse, entsprechend sind die Straßenbahntrassen kleiner als beispielsweise Busspuren. Mit ihren deutlich höheren Freiheitsgraden scheren Busse weiter aus und weichen nach links und rechts von der idealen Linie ab – die Einhaltung der Ideallinie wird bei einer Tram durch Schienen sichergestellt. Mithilfe einer Tram könnte das Busaufkommen zumindest in der Lübecker Innenstadt reduziert werden – und das bei gleichzeitiger Erhöhung der Fahrgastplätze: Ein ca. 40m langer Straßenbahnzug hat die Transportkapazität von ungefähr fünf Gelenkbussen. 

 

Eine moderne Tram ist wendig und platzsparend.

Eine Tram bietet günstige, barrierefreie und schnelle Mobilität für alle.

 

Eine Straßenbahn, ist kombiniert mit günstigen Tarifen, eines der gerechtesten Verkehrsmittel, da es es kaum finanzielle oder körperliche Hindernisse für die Benutzung gibt. Gleichzeitig nimmt eine Tram anderen Verkehrsmitteln des Umweltverbunds auch so wenig Platz wie möglich weg.

Eine Straßenbahn ist sowohl schnell als auch zuverlässig und komfortabel, weniger von Staus betroffen und kann preisgünstig gestaltet werden. Sanftheit beim Fahren und barrierefreie Einstiegsmöglichkeiten, z.B. durch das Anheben der Haltestellen auf Höhe der Einstiegstüren, sind besonders für ältere Menschen und Menschen mit körperlicher Einschränkung ein wichtiger Vorteil.

Außerhalb des Stadtkerns könnte die Straßenbahn auf Rasengleisen fahren. Dies schafft Versickerungsflächen für Regenwasser. Dadurch kann ein Beitrag geleistet werden, Überschwemmungen im Falle vermehrter Starkregenereignisse entgegenzuwirken. Außerdem kühlen mehr Grünflächen die Stadt im Sommer ab und vor dem Hintergrund schwindender Biodiversität in Städten können längere Abschnitte mit bienenfreundlichen Blühstreifen eine große Chancen darstellen. Darüber hinaus wird die Straße optisch ansprechender, die Stadt wird also im wahrsten Sinne des Wortes "grüner".

 

Eine Tram macht Lübeck krisenfest für Klima­veränderungen.

Mit einer Straßenbahn kommen in der gleichen Zeit auf derselben Straße wesentlich mehr Menschen in die Innenstadt als mit anderen Verkehrsmitteln! Das gilt nicht nur für PKW, sondern auch Busse: Ein Straßenbahnzug von ca. 40m hat die Transportkapazität von ungefähr fünf Gelenkbussen.

In nahezu allen Städten mit neuen Straßenbahnen war so eine Umsatzsteigerung des Einzelhandels zu verzeichnen, in innerstädtischen Einkaufszentren mit Straßenbahn liegt der Anteil des ÖPNV am Einkaufsverkehr zwischen 50 und 60%. Mehr Menschen halten sich in den durch die Straßenbahn vom Autoverkehr entlasteten Fußgängerzonen auf. Entsprechend kann sich eine Straßenbahn positiv auf die Wirtschaftsstruktur Lübecks auswirken und zugleich den kommunalen Haushalt mit mehr Gewerbesteuereinnahmen stärken. Darüber hinaus könnte ein Straßenbahnsystem durch den Zugewinn an Fahrgästen den ÖPNV rentabler machen.

 

Eine Tram bring wirtschaftliche Vorteile für das Verkehrssystem und die Stadt.

Tram für Lübeck e.V.

Wir möchten die Debatte um eine Tram in Lübeck mitgestalten. Dafür suchen wir den Dialog mit politischen und gesellschaftlichen Akteuren in der Stadt sowie der breiten Öffentlichkeit.

Aktuelles

Mit der Potentialanalyse zum Thema Stadtbahn möchte die Hansestadt Lübeck ergebnisoffen herausfinden, ob es Sinn macht, dieses System in der Verkehrs­entwicklungs­planung für die Zukunft zu berücksichtigen und entsprechende Planungen zu vertiefen.